Fakten und Denkanstöße für die Tourismuswirtschaft in Deutschland

TOURISMUS INSIGHTS

Eine fein selektierte Auswahl an Themen aus der aktuellen Arbeit des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes.

Weil es relevant ist.

Insights2

23.04.2020

Recovery-Check #2: Binnentourismus erholt sich deutlich früher als der internationale Tourismus

Der neue Recovery-Check #2 des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes erwartet eine deutlich frühere Erholung des Binnentourismus in Deutschland im Vergleich zu internationalen Reisen. Die Erholungszyklen im Outgoing und Incoming erscheinen demnach deutlich gestreckter.

Nach aktuellem Stand kann die deutsche Tourismusbranche frühestens Anfang Mai, wahrscheinlicher jedoch erst von Juni 2020 an, mit Lockerungen in signifikanten Umfang rechnen.  Bis dahin ist im Tourismus mit Umsätzen in geringem Umfang zu rechnen, die jedoch bereits in der Phase der touristischen Lockerung deutlich ansteigen können.

Im zweiten Durchlauf des Recovery-Checks wird eine differenzierte Einschätzung über die Erholung von Tourismussektoren ermöglicht. Dafür wurde das zu erwartende gebuchte Umsatzvolumen im Vergleich zum Basiszeitraum 2019 ermittelt und innerhalb der beiden Tourismusarten Binnentourismus und internationaler Tourismus untersucht.


 Drei Szenarien, vier Phasen: Im Recovery-Check #2 betrachten wir Erholungszeiträume und potentielle Umsatzeinbrüche im nationalen und internationalen Tourismus.

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09.04.2020

Recovery-Check: Belebung des touristischen Geschäfts wird nicht vor Ostern 2021 abgeschlossen sein

Mit dem Recovery-Check, einer neuen Szenario-Analyse, untersucht das Kompetenzzentrum Tourismus die Erholungspotentiale für die Tourismuswirtschaft in Deutschland. Gefragt wird nach dem weiteren Verlauf der Corona-Krise und der vollständigen Erholung des touristischen Geschäfts.

Wichtigstes Ergebnis: Mit einer vollständigen Belebung des touristischen Geschäfts in allen Sektoren der Tourismuswirtschaft ist aktuell nicht vor Ostern 2021 zu rechnen. Zwischen September 2021 und schlimmstenfalls Herbst 2023 wird sich das touristische Geschäft voraussichtlich normalisieren.

Szenarien 09.04

Drei Szenarien, vier Phasen. Der neue Recovery-Check nennt Phasen und potentielle Umsatzeinbrüche für die deutsche Tourismuswirtschaft.

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24.02.2020

Zugstolz in Deutschland: Reisementalität der Zukunft?

In Schweden hat die Entwicklung des Flugschams eine neue Reisementalität ausgelöst: Zugstolz. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den Zug. Die Nachfrage für die Nachtzugstrecke von Malmö nach Stockholm ist im vergangenen Jahr um 100 % gestiegen. Zahlreiche Posts in den sozialen Medien werden mit #tagskryt betitelt. Als Reaktion auf diesen Trend, hat die schwedische Regierung kürzlich € 5Mio. in den Ausbau von Nachtzugstrecken investiert.

Auch in Deutschland steigt das ökologische Bewusstsein. Und obwohl viele Deutsche Flugscham verspüren und nachhaltiger leben wollen, wird beim Reisen eine Ausnahme gemacht. Das eigene Auto ist nach wie vor eine viel genutzte Verkehrsmitteloption, die Passagierzahlen im Flugverkehr sind im vergangenen Jahr wieder gestiegen und auch der Kreuzfahrttourismus erfreut sich wachsender Beliebtheit in allen Altersklassen. Aber was ist mit dem Bahnverkehr?

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20.02.2020

Die Marke Deutschland im internationalen Wettbewerb

Die Globalisierung verschärft den internationalen Wettbewerb zwischen den Destinationen. Im internationalen Wettbewerb spielt die Wahrnehmung der Destination eine entscheidende Rolle. Ähnlich wie Produkte werden auch Destinationen als Marke positioniert. Die Marke ruft bestimmte Assoziationen und Eindrücke in den Köpfen der Menschen hervor. Dieses Markenimage beeinflusst die Reiseentscheidung. Destinationsmarken sind deutlich komplexer als Produktmarken, da ihre Wahrnehmung von unberechenbaren Faktoren, wie den Einwohnern oder natürlichen Gegebenheiten, aber auch von der örtlichen Politik und Kultur, beeinflusst werden.

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28.11.2019

Fachkräfte im Tourismus dringend gesucht

Der demographische Wandel und das allgemeine Image der Tourismuswirtschaft als nur eingeschränkt attraktiver Arbeitgeber führen in touristischen Betrieben immer häufiger zu Besetzungsproblemen, die in der öffentlichen Debatte unter dem Begriff des Fachkräftemangels diskutiert werden. Es heißt, Arbeitskräfte fehlen. Doch kann im Tourismus tatsächlich von einem Fachkräftemangel gesprochen werden?

Bei den Trendthemen bis zum Jahr 2030 in unserem Online-Panel steht der Bereich Fachkräftemangel an fünfter Stelle. Die DIHK-Tourismusumfragen bestätigen, dass der Fachkräftemangel für die Geschäftsentwicklung touristischer Unternehmen sogar eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Das Gastgewerbe und die Verkehrswirtschaft sind dabei besonders betroffen. Bemerkbar machen sich die Folgen z. B. durch verkürzte Öffnungszeiten oder ein eingeschränktes Angebot.

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24.09.2019

Digitale Transformation im Tourismus nimmt Fahrt auf

Die digitale Transformation ganzer Branchenbereiche vollzieht sich bereits seit mehr als zwei Jahrzenten. Aktuell nimmt sie allerdings noch einmal deutlich an Fahrt auf, insbesondere in der Tourismusbranche. Dies zeigt die weltweite Studie „Digital Vortex“ des Global Center for Digital Business Transformation (DBT Center), bei der jährlich mehr als 1.200 Experten aus allen Wirtschaftsbereichen zum Thema befragt werden.

Mehr als zwei Drittel der unter den Top 10 platzierten Unternehmen aus allen Industriezweigen werden ihre dominante Marktstellung aufgrund der digitalen Disruption innerhalb der nächsten fünf Jahre einbüßen, lautet die unter den befragten Entscheidern vorherrschende Meinung. Fast 90% halten die Auswirkungen der Digitalisierung für groß bis transformierend für das eigene Geschäftsmodell. Im Jahr 2015 waren nur 27% dieser Meinung. Dem gegenüber stehen nur 22% der Unternehmen, die über eine konsistente und koordinierte Digitalisierungsstrategie verfügen.

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11.09.2019

Deutschland hat eine starke Wettbewerbsposition im weltweiten Tourismusmarkt

Der Anteil der Tourismusbranche am weltweiten Wirtschaftswachstum ist enorm: 2018 übertraf das Wachstum des touristischen Exports (+4%) das siebte Jahr in Folge den des Warenexports (+3%). Vor allem in Schwellenländern hat der Tourismussektor einen zunehmenden Anteil an der Wirtschaftsleistung.

Der Travel & Tourism Competitiveness Index des Weltwirtschaftsforums (WEF) bewertet Länder alle zwei Jahre anhand der Indikatoren „förderliches Umfeld“, „Tourismuspolitik und fördernde Rahmenbedingungen“, „Infrastruktur“ sowie „kulturelle und natürliche Ressourcen“.

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29.08.2019

Nur begrenzte Spuren von "Flygskam"

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Bild: Pixabay / Gellinger

Verkehrsträger mit einem hohen CO2-Ausstoß stehen in diesem Jahr durch die öffentliche Diskussion über mehr Nachhaltigkeit unter einem besonderen Druck und können potentiell dazu beitragen, dass sich die Urlaubsströme signifikant ändern. Zumindest einige Indizien sprechen tatsächlich für ein sich bereits änderndes Reiseverhalten.

 

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21.03.2019

China und USA investieren am stärksten in Travel-Innovationen

Bei  Investitionen in touristische Start-Ups ist Deutschland in keiner starken Position. In der Langzeitbetrachtung von Phocuswright entfielen seit 2005 nur vier Prozent der weltweiten Investionen in junge touristische Unternehmen in Deutschland. Das geht aus der Studie "Tourism in Germany 2030" hervor, die Phocuswright im Auftrag des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes erstellt hat.

Im Gesamtjahr 2017 sah die Lage noch dramatischer aus: Nur 0,7 Prozent des Investitionsvolumens entfiel im Jahr 2017 auf deutsche Start-Ups. So besagt es die Studie "State of Travel Startups 2018" von Phocuswright. Dieses Bild verzerrt sich jedoch durch im Vorjahr getätigte Mega-Fundings von mehr als 100 Mill. USD. Rechnet man die Investitionen in Ausreisser wie Uber, Airbnb und den chinesischen Mobilitätsanbieter Dixi Chuxing heraus, beträgt der Anteil der Investitionen in deutsche Start-Ups immerhin sechs Prozent. 

Quellenangabe:  Phocuswright Inc. 2018 In: Rogl, Dirk:  Vortrag zu Ergebnissen der Studie
Quelle: Phocuswright Inc. 2018 In: Rogl, Dirk: Vortrag zu Ergebnissen der Studie "Tourism in Germany" 2030 des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes im Workshop Innovationsförderung am 28. 6. 2018

 

 

 

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