Zur Erinnerung:  Ziel des Projekts ist die Attraktivierung des touristischen Angebots der Region für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Hierzu sollen diese Bedürfnisse zunächst untersucht und in einem zweiten Schritt entlang der gesamten Customer Journey in bedarfsgerechte Angebote umgesetzt werden.

Antragsteller dieses LIFT-Projekts ist die Niederrhein Tourismus GmbH in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. Ein Kurzinterview mit Thomas Corinth zeigt den aktuellen Stand des Projekts. Er ist Lehrverantwortlicher Hotel Management der IST-Hochschule für Management (Düsseldorf)und gibt stellvertretend für alle Projektbeteiligten eine kurze Einschätzung ab.

  • Wie sind Sie insgesamt mit dem Fortgang des Projekts zufrieden?

Inhaltlich können wir mit dem Fortgang des Projektes durchaus zufrieden sein. Die Kick-off Veranstaltungen, die Abstimmungen mit den Beteiligten sowie die Analyse der barrierefreien Angebote der touristischen Leistungsträger haben gute Ergebnisse bzw. eine hohe Motivation gezeigt.

Organisatorisch gesehen, mussten wir leider die für Ende März vorgesehenen Workshops mit über 40 angemeldeten touristischen Leistungsträgern und Shareholdern, die einen wesentlichen Meilenstein im Kontext des Gesamtprojektes darstellen, absagen. Dadurch verschiebt sich unser Gesamtprojekt um ca. ½ Jahr in das Jahr 2021 hinein (Anmerkung: Eine Verlängerung des Projektzeitraums wurde beantragt, um das Projekt mit diesen Verzögerungen weiter erfolgreich durchführen zu können). Trotzdem hoffen wir, Ende September die geplanten Workshops auf einer Online-Basis durchführen und zu Ergebnissen bringen zu können. Daran anschließend werden die weiteren Meilensteine in Angriff genommen werden können.

  • Können Sie über zwei bis drei spannende Meilensteine des Projekts näher berichten?

Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten ist es uns gelungen, mit diversen Share- und Stakeholdern des Niederrhein Tourismus ein lebendiges und ergebnisstarkes Kick-off Meeting zum Thema Barrierefreiheit am Niederrhein durchzuführen. Hier konnten wesentliche Anforderungen an die darauf aufbauenden Workshops formuliert werden. Zudem konnten interessierte Leistungsträger, sowie weitere Beteiligte aus Politik und Wirtschaft für die weiteren Forschungen positionieren.

Nachdem nun die erste Corona-bedingte Stagnation überwunden und die Sommerferien vorüber sind, haben wir für Ende September erneut zu den für ursprünglich für März geplanten Workshops eingeladen. Diese werden auf Zoom-Basis stattfinden und wir sind gespannt auf das Teilnahmeinteresse und die Ergebnisse.

Parallel zu den vorgenannten Projektelementen haben wir eine Bestandsaufnahme der Leistungsträger in der Region Niederrhein durchgeführt, die mit barrierefreien Angeboten über die Webseite des „Niederrhein Tourismus“ und/oder „Reisen für Alle“ werben bzw. diese als erkennbare Ausstattungsmerkmale kommuniziert haben.

  • Wie kommen Sie mit der Corona-Krise zurecht? Können andere etwas von Ihnen im Umgang mit der Krise lernen?

Unser ursprünglicher Projektplan sah zunächst vor, face-to-face und vor Ort die Gegebenheiten der barrierefreien Angebote in der touristischen Region Niederrhein zu analysieren. Sei es in Workshops, Interviews oder vor direkt Ort durch Begehungen. Dieser Plan musste so natürlich Mitte März gestoppt werden, und kann nunmehr – zumindest organisatorisch – wieder leichte Fahrt aufnehmen.

Corona-bedingt haben praktisch alle Projektbeteiligte aus der Gruppe der touristischen Leistungsträger (Destinationen, Hotels, Gaststätten, Parks, etc.) sowie der Politik ihre Arbeitsprioritäten neu setzen müssen, insbesondere diejenigen, für die es um den unternehmerischen Fortbestand geht. Im Gegensatz zu „non-touch“ Projekten, konnten wir „nur“ analysierend und vorbereitend weiterarbeiten.

  • Wie geht es weiter? Was haben Sie sich vorgenommen?

Wir gehen davon aus, spätestens ab Ende September wieder aktiv an unseren Ursprungsplan anknüpfen zu können und wesentliche Ergebnisse zu den Themen vernetzte Angebots-gestaltung, Angebotsoptimierung sowie GAP-Analyse erarbeiten zu können. Nach erfolgreicher Durchführung der Workshops Ende September folgen dann im vierten Quartal 2020 vertiefende Experteninterviews, GAP-Analyse und weitere Zwischenberichte. Ende des ersten Quartals 2021/Anfang des zweiten Quartals 2021 ist der Projektabschluss geplant.

Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes freut sich über den positiven Verlauf des Projekts, der durch die Corona-Krise zwar verzögert, aber durch das hohe Engagement der Beteiligten nicht zum Erliegen kam und erfolgreich wieder an Fahrt aufgenommen hat. Bei Fragen und Anmerkungen zum Projekt, nehmen Sie gerne Kontakt auf mit

Frau Martina Baumgärtner, Niederrhein Tourismus GmbH, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel.: +49 2162 8179-306 oder
Prof. Dr. Felix M. Kempf, IST-Hochschule für Management Düsseldorf, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel.: +49 211 86668-597.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste, lesen Sie mehr über die Verwendung in unserer Datenschutzerklärung.